Peter Wolff

NOVA

Gerade zu Zeiten der Globalisierung vermischen sich verschiedenste Kulturen und schaffen Neues. Auch die eher unbekannte Migration Deutscher nach Brasilien vor knapp 200 Jahren brachte interessante Veränderungen mit sich.

Aufgrund von wirtschaftlichen, politischen und sozialen Veränderungen in ländlichen Regionen Deutschlands wanderten Anfang des 19. Jahrhunderts viele Deutsche nach Brasilien aus. Durch die politische Emanzipation Brasiliens in den 1820er Jahren wurde die Einwanderung durch das Brasilianische Kaiserreich begünstigt. Im September 1822 schickte die brasilianische Regierung ihren Beauftragten Georg Anton Schäffer nach Deutschland, um Einwanderer und Kolonisten anzuwerben. Die Mehrheit der Menschen, die sich zu diesem Schritt entschied, kam aus dem Hunsrück, Sachsen, Pommern und Böhmen. Sie siedelten sich vor allem im Süden Brasiliens an. Darunter auch im heutigen Nova Petrópolis.

Durch die Weltkriege, die Ansiedlung von Brasilianern und dem Tourismus vermischten sich Sprachen, Kulturen und Bräuche – und nach fast 200 Jahren deutscher Einwanderung entstand eine neue, eigenständige Welt, die mit dem heutigen Deutschland nicht mehr viel gemein hat, jedoch für Brasilien exotisch ist. Die Existenz zwischen dem Deutschen und Brasilianischen, die Sehnsüchte und Träume und die Auseinandersetzung mit der Identität dieser Menschen, haben Peter Wolff dazu bewegt, die Landschaft und ihre Einwohner kennenzulernen und in seiner Arbeit „Nova“ ein kleines Denkmal zu setzen.

Peter Wolff (*1989 in Campinas, Brasilien) erhielt 2015 sein Diplom in Kommunikationsdesign, Schwerpunkt Fotografie am Fachbereich Gestaltung der Hochschule Darmstadt. Im Jahr 2013 war er für ein Austauschsemester am Photography Department der Bezalel Academy of Arts and Design in Jerusalem. Peter war Assistent bei Ramon Haindl, Bert Heinzlmeier und Mareen Fischinger. Seine Arbeiten wurden in zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften publiziert. Er lebt und arbeitet in Frankfurt und Basel.

www.peterwolff.de

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