Zentralflughafen Tempelhof
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Wenn ich die Haupthalle betrete, überfällt mich Stille. Im Gegensatz zum Stress der lärmenden Großstadt herrscht hier Ruhe. Obwohl in Betrieb, wirkt der Flughafen verwaist. Die wenigen Menschen, die in ihm arbeiten und ihn nutzen, wirken wie Statisten in einem Film: ein Passagier liest Zeitung, eine Dame des Bodenpersonals wartet hinter einem Check-In Schalter auf Kundschaft, eine Putzfrau spielt mit ihrem Staubwedel. Zeit scheint ihre Bedeutung verloren zu haben.
Meine Arbeit entstand mit Blick auf den transitorischen Zustand dieses Ortes, der schon seit langem verlassen wird, aber dessen Zukunft bis heute ungewiss bleibt.
Biografie
Judith Stenneken wurde 1979 in Gütersloh geboren und studierte zwischen 2006 und 2009 an der Ostkreuzschule für Fotografie in Berlin. Mit ihrer Arbeit “Zentralflughafen Tempelhof” gewann sie 2009 den f/stop Nachwuchspreis des internationalen Fotofestivals in Leipzig.
