Sandra Hoyn

Die letzten Orang-Utans

Die steigende Nachfrage nach Palmöl bedroht die Regenwälder auf Sumatra und Borneo. Und damit den Lebensraum vieler Orang-Utans.

Orang-Utans sind vom Aussterben bedroht, ihr Lebensraum verschwindet zunehmend. Orang-Utans gehören zu den Menschenaffen und leben heute nur noch im Regenwald der indonesischen Inseln Sumatra und Borneo. Doch die letzten Wälder werden gerodet bzw. in Brand gesetzt, um mehr Ölpalmen anbauen zu können, denn weltweit steigt die Nachfrage nach Palmöl enorm. Der Rohstoff wird für Nahrungsmittel, Kosmetika und als Biokraftstoff verwendet: Indonesien ist Marktführer der globalen Palmöl-Produktion. Monokulturen, überwiegend aus Ölpalmen, aber auch Eukalyptus und Akazien ersetzen inzwischen vier Fünftel des Regenwaldes in Indonesien.

Über 90 Prozent der Waldvernichtung findet auf den beiden Inseln Sumatra und Borneo statt. Auf Sumatra leben noch etwa 6600 Orang-Utans in der Wildnis. Viele der Tiere sterben durch Brandrodungen und verhungern, weil es im verbliebenen Regenwald nicht genug Nahrung gibt.

Sandra Hoyn, geboren 1976 in Wolfenbüttel. Studierte Kommunikationsdesign mit Schwerpunkt Fotografie an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg. 2005 macht sie ihr Diplom bei Prof. Ute Mahler und Prof. Vincent Kohlbecher. Seitdem arbeitet sie als freie Fotografin für Magazine und an eigenen Reportagen. Veröffentlichungen von ihr erschienen u.a. in Zeit Campus, Die Zeit, Der Spiegel, GEO, GEOlino, stern viva!, NEON, chrismon, Das Magazin, Zenith, Missio Magazin, New York Times Lens Blog. Seit 2007 ist sie Mitglied der Fotoagentur laif.

www.sandrahoyn.de

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