Franziska Gilli

Fabrik der Eurokraten

Honorable Mention
emerge Visual Journalism Grant 2018

Rund um die EU-Institutionen in Brüssel arbeiten neben alteingesessenen Eurokraten zeitgleich geschätzt rund 3.000 Praktikanten und Berufseinsteiger. Allein die Europäische Kommission betreibt mit jährlich über 25.000 Bewerbern das größte Praktikantenprogramm der Welt. Die Praktikanten und Berufsanfänger sind jung, sprechen oft vier bis fünf Sprachen fließend und kennen sich von den Eliteuniversitäten Europas. In ihrer Funktion in Brüssel sind sie austauschbar, ein Praktikantenalltag ähnelt dem anderen. Über Monate hinweg tauchen sie ein in diese Parallelgesellschaft mit reichlich politischem Small Talk, Nonstop-Networking und Alkohol. Privat- und Berufsleben ist kaum getrennt, für viele Trainees ist ihre Zeit in Brüssel eine Art „berufliches Erasmus“. Wenige von ihnen können bleiben, der Arbeitsmarkt in Brüssel ist mittlerweile so gut wie gesättigt. Franziska Gilli verschaffte sich Zugang zu den Institutionen und ihren Praktikanten und ermöglicht uns einen spannenden, seltenen Einblick in die sogenannte „Eurobubble“.

Jasper Jarms, 16, für einige Wochen Praktikant in der Hessischen Landesvertretung in Brüssel.
© Franziska Gilli
Praktikanten des Committee of the Regions (CoR) verabschieden sich nach einem gemeinsamen Mittagssnack vor dem Museum House of European History.
© Franziska Gilli

Franziska Gilli

*1987, studierte zwischen 2011 und 2018 Fotojournalismus und Dokumentarfotografie an der Hochschule Hannover. Sie arbeitet für Editorial- und Corporate-Kunden und veröffentlichte ihre Fotografien bereits in vielen nationalen und internationalen Zeitungen und Magazinen. Ihre Arbeiten wurden u.a. im Off-Programm des Visa pour l’Image Festival und in der Galerie für Fotografie GAF ausgestellt. Franziska lebt in Hannover.

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