Jakob Ganslmeier

Subkutan

Finalist
emerge Visual Journalism Grant 2018

Jakob Ganslmeier thematisiert in seinem Projekt „Subkutan“ den persönlichen Ausstieg ehemaliger Neonazis, sowie den Umgang mit historischen NS-Symbolen in der Architektur des öffentlichen Raums. Ihm geht es dabei nicht um Verurteilung, sondern um Begleitung und Dokumentation. Farbfotografien halten den langwierigen Prozess der Entfernung oder Überdeckung von Tattoos mit rechtsextremer Symbolik fest. Schwarz-weiß fotografierte NS-Symbole werden in ihrem räumlichen Zusammenhang gezeigt. In seinem multimedial angelegten Projekt werden seine Fotografien durch Interviews mit den Aussteigern ergänzt. Die einzelnen Lebensgeschichten zeigen, wie vielschichtig und komplex die rechtsextreme Szene ist und wie individuell unterschiedlich der Prozess der Identitäts-(Neu)Konstruktion bei einem Ausstieg aus der Szene sein kann.

Der Adler am Umspannwerk in Nürnberg wurde schon lange entfernt. Heute wird das Umspannwerk als Burger King-Filiale genutzt.
© Jakob Ganslmeier
Maik hat sich einen Raben über das Hammerskin Tattoo stechen lassen um mit seiner "aktiven" Zeit abzuschließen.
© Jakob Ganslmeier

Jakob Ganslmeier

*1990, lebt und arbeitet in Berlin. 2014 schloss er das Studium der Fotografie an der Ostkreuzschule in Berlin ab und studiert von 2016 bis 2019 an der Fachhochschule Bielefeld. Er gewann unter anderem den European Photo Exhibition Award, den Förderpreis der Lotto Brandenburg Stiftung und den Blickkontakt Award. Seine Arbeiten wurden international ausgestellt, darunter im Nobel Peace Center in Oslo, in den Deichtorhallen Hamburg, in der Fondation Calouste Gulbenkian in Paris und im Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst Cottbus. Er publizierte seine freien Arbeiten unter anderem im DUMMY, GEO, Green Peace Magazin und FAZ Woche.

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