Gesche Jäger

Was tun

Seit der Wiedervereinigung wurde Deutschland von drastischen sozialen Veränderungen geprägt. Heute sucht im Osten fast jeder fünfte Mann wirkungslos nach einer Frau.

Seit der Auflösung der innerdeutschen Grenze haben sich sowohl demografische als auch soziale Voraussetzungen in Deutschland sehr verändert. Der Mauerfall sorgte dafür, dass innerhalb von 20 Jahren mehr als 10% der DDR-Bevölkerung den neuen Bundesländern den Rücken kehrten, darunter doppelt so viele Frauen wie Männer. In Ostdeutschland sucht heute jeder fünfte Mann wirkungslos nach einer Frau und hat praktisch keine Chance mehr auf dem Heiratsmarkt. Weltweit gibt es keinen Vergleich für dieses Missverhältnis der Geschlechter.

Wer bleibt trotz einer praktisch aussichtslosen wirtschaftlichen und sozialen Zukunft? Und welche Gründe gibt es dafür sowohl in allgemeiner als auch individueller Hinsicht? Warum verharren gerade Männer mit meist schlechter Qualifikation? Fehlen Frauen gar als Korrektiv?

Die Arbeit ist keine Behauptung, sondern eine Erzählung. Sie soll kein Beweisdokument, sondern eine Individuelle Betrachtung ihrer Protagonisten sein. Wirkt sich das Nichtvorhandensein des anderen Geschlechtes auf den sozialen und vielleicht auch emotionalen Alltag der Männer aus? Wie ist der Fortpflanzungswillen der Einzelnen ausgeprägt? Was sind die Gründe der Protagonisten für das Bleiben? Heimatverbundenheit oder eher Trägheit?

Gesche Jäger (*1980 in Schleswig) machte zunächst eine Ausbildung zur Fotografin. Nach einer anschließenden Weiterbildung im Bereich Mediendesign studierte sie zwischen 2004 und 2009 Fotografie an der FH Bielefeld bei Prof. Roman Bezjak. Nach ihrem Diplom arbeitete sie von 2009 bis 2010 in der Bildredaktion von GEO. Seit 2010 lebt und arbeitet sie als freie Fotografin in Hamburg.

www.geschejaeger.de

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