Gordon Welters

Living On Wheels

Sie wollen Freiheit und Unabhängigkeit, wollen in die Natur, wollen sich ausleben – bevor es sich ausgelebt hat. So bunt wie die Wagen sind auch die Leute, die sie bewohnen.

Ein alternativer Lebensentwurf in Deutschland. So bunt wie die Wagen sind auch die Leute, die sie bewohnen, ihre Interessen und Geschichten. Sie sind Azubis, Studenten, Angestellte. Sie gehen in die Uni oder zur Arbeit, ihre Kinder in die Kita. Gemein ist ihnen eines: Die Suche nach Freiheit. Sie können die Enge der Mietshäuser nicht ertragen, wollen in die Natur, wollen sich ausleben – bevor es sich ausgelebt hat. „Du baust dein Haus, lebst darin, wie du willst und wenn man weggeht, nimmt man es einfach mit“, sagt Marion. Jenseits herkömmlicher Normen und Traditionen entwickeln die Bewohner individuelle Vorstellungen vom Leben, von der Zeit, vom Wert der Dinge. Man hilft sich, schaut nach dem anderen, kocht und schafft füreinander. Zuweilen ist der Wagenplatz ein Idyll – doch gerade im Winter ist das Leben beschwerlich. Wer heiß baden möchte, muss Holz hacken und Wasser holen – der Badeofen will angeheizt, die Tiere wollen versorgt sein, und der Platz, den im Sommer Blumen schmücken und exotische Planzen, ist nur noch in Gummistiefeln zu überqueren.

Gordon Welters (*1974) arbeitet seit 1998 freiberuflich als Fotograf, im Jahr 2003 schloss er ein Studium in Fotojournalismus an dem London College of Communication ab. Er realisierte Auftragsarbeiten für zahlreiche internationale Publikationen und Kunden wie Dagens Næringsliv, de Volkskrant, Der Spiegel, Die Zeit, International Herald Tribune, Le Monde Magazine, Newsweek, The Fader Magazine, The New York Times, Caritas, Greenpeace und UNHCR. Seine Bilder finden regelmässig Anerkennung bei internationalen Foto-Preisen – u.a. dem Hansel-Mieth-Preis, Sony World Photography Award, PDN Award, International Photography Award und UNICEF Photo of the Year. Seit 2006 wird Gordon von der Agentur laif vertreten, derzeit lebt er in Berlin.

www.gordonwelters.com

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