Phuong Tran Minh

Tomorrowland

Auch 40 Jahre nach Ende des Vietnam-Krieges leiden noch Hundertausende an den Spätfolgen des hochgiftigen Entlaubungsmittels Agent Orange, welches die USA großflächig einsetzte.

40 Jahre sind seit Ende des Vietnam-Krieges vergangen, aber die Erinnerungen und Erfahrungen des Krieges verfolgen die Menschen bis heute, Hunderttausende leiden an den Spätfolgen des Herbizideinsatzes, dem sogenannten „Agent Orange“. Noch immer werden Kinder geboren, die aufgrund des von den US-Truppen eingesetzten Pflanzengifts an Behinderungen leiden – noch in der dritten Generation. Rund 80 Millionen Liter Entlaubungsmittel warfen die Amerikaner in den 1960er Jahren auf das Land ab, die Folgen sind bis heute verheerend.

Phuong Tran Minh zeigt das Leben und den Alltag der von Agent Orange betroffenen Kinder und Jugendlichen in einem Projektdorf in Vietnam; sie reiste an einen Ort, wo Veteranen und junge Menschen mit Behinderungen zwischenzeitlich leben können und für sie gesorgt wird. Während ihrer Zeit im „Dorf der Freundschaft“ in Hanoi traf sie Menschen mit unterschiedlichsten körperlichen und geistigen Behinderungen. Die Fotografien dokumentieren somit ein dunkles Kapitel Vietnams, die Bürde des Krieges, zeigen aber auch emotionale Nähe, Menschlichkeit und Lebendigkeit. Neben den Schmerzen und der Ohnmacht gibt es Hoffnung auf ein besseres Leben.

Phuong Tran Minh, geboren 1988 in Hanoi, Vietnam. Studium der Literatur und Linguistik 2007 bis 2012 an der Uni Potsdam und der Fotografie am Lette Verein, Berlin seit 2012. Phuong Tran Minh lebt in Berlin.

Alle Bilder © Phuong Tran Minh

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