Sandra Hoyn

Die Kampfkinder

Sie kämpfen für einen Hungerlohn und gehen dabei an ihre physischen und psychischen Grenzen. Stars werden nur wenige, für die meisten ist die Karriere mit 25 vorbei.

von Sandra Hoyn

Thaiboxen (Muay Thai) zählt zu den härtesten Kampfsportarten der Welt. Vielen Menschen sichert es den Lebensunterhalt, deshalb gehören Kinderkämpfe für Touristen und wettende Einheimische in den Stadien Thailands zum Alltag. Ein Mindestalter für die Kämpfer gibt es nicht. Für einen Hungerlohn gehen sie zwei- bis dreimal im Monat mit Boxkämpfen an ihre physischen und psychischen Grenzen. Die wenigsten schaffen es ein begehrtes Boxidol zu werden und als Profi viel Geld zu verdienen. Meistens ist die Karriere mit spätestens 25 Jahren beendet.

Sandra Hoyn, machte 2005 ihr Diplom bei Prof. Ute Mahler und Prof. Vincent Kohlbecher an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg. Seit 2007 ist sie Mitglied bei der Agentur Laif und als freiberufliche Fotografin in den Bereichen Reportage, Reise und Portrait tätig. Veröffentlichungen in Zeit Campus, Die Zeit, Der Spiegel, Das Magazin, GEOlino, Zenith, Missio Magazin ect. 2011 und 2007 erhielt sie ein VG Bild-Kunst Stipendium, 2009 den Medienpreis der Kindernothilfe, 2004 den Kodak Nachwuchsförderpreis für ihre Arbeit „Hundeelend“.

Mit der auf emerge veröffentlichten Arbeit Die Kampfkinder gewann Sandra Hoyn den renommierten Henri-Nannen-Preis in der Kategorie Fotoreportage.

www.sandrahoyn.de

1 Kommentar. Hinterlasse eine Antwort

  • Eine einzigartige künstlerische Arbeit!:-)Man bekommt einen eindeutigen Einblick in die prikäre Situation eines Kindes, das zum abgerichteten Objekt des Kampfes gemacht wird.Verbrecherischer Herkunft von Erwachsenen, die geil auf Macht, gierig nach Geld und fernab von ihrer Verantwortung gegenüber einem Kind sind.Sich diesen für europäische Moralvorstellungen quälerischen Zustand trotzdem anzusehen und sich damit auseinander zu setzen ,bedarf Bilder, die zwar aufklären, aber nicht zu sehr schockieren und somit nicht zum Abwenden verleiten.Das ist Miss Hoyn auf eine deutliche und authentische Art und Weise auf kreativ-künstlerischem Boden äußerst gelungen.Gratulation und der Wunsch auf mehrere Fotoprojekte von diesem leistungsstarken Format!!!Herzlichste Grüße, BB Recke

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