Shirin Abedi

Invisible Students

Shirin Abedi stellt in ihrem nächsten fotografischen Projekt „Invisible Students“ das Thema des Mobbings im Schulkontext in den Fokus. Eine von vier Schüler*innen fühlt sich in der Schule nicht sicher und insgesamt 60 Prozent erleben Isolation, Hänseleien oder sogar körperliche Gewalt, während sie ihrer Schulpflicht nachkommen. Auf dieses globale Problem möchte die Fotografin aufmerksam machen. Dafür sollen Personen sichtbar gemacht werden, die diese Formen des Mobbings in der Vergangenheit erleiden mussten, gegenwärtig müssen, sowie auch nahestehende Familienmitglieder der Opfer. Muster, wie die hierarchischen Strukturen von Schulen, die den Nährboden für das Mobbing säen, sollen dadurch offengelegt werden und einen Dialog über das Thema entstehen lassen. So möchte die Fotografin die Arbeit auch an Schulen zeigen und damit Präventiv- und Aufklärungsarbeit leisten.

Shirin Abedi, geboren 1996 in Teheran puttygen , emigrierte im Alter von sieben Jahren nach Deutschland. Seit 2014 studiert sie Fotojournalismus und Dokumentarfotografie an der FH Hannover. Ihre Arbeiten wurden international ausgestellt und zahlreich prämiert, unter anderem mit dem Jugendfotopreis und dem f3 – freiraum für fotografie Award. Abedi fokussiert Themen wie Emanzipation, Identität, sowie sogenannte Alltagsheld*innen und ihre Kämpfe.

www.shirinabedi.visura.co

Weitere ausgezeichnete Arbeiten 2020

Leon Böhm

Papa Mama Martin Haus Freund

Leon Böhm dokumentiert in seiner Arbeit „Papa Mama Martin Haus Freund“ auf sensible Weise das aktuelle Leben seines Großcousins Makki (Martin), der schwerbehindert mit einem Herzfehler, ohne Schluckreflex und mit kaum Seh- wie auch Hörvermögen zur Welt kam.

Ksenia Les

I got a lust for life

Die Fotografin Ksenia Les macht anhand der persönlichen Arbeit „I got a lust for life“ das häufig verschwiegene Thema der Endometriose sichtbar. Obwohl es über 176 Millionen diagnostizierte Fälle mit der Unterleibserkrankung gibt, ist die medizinische Forschung in diesem Feld noch nicht zulänglich ausgereift.

Sebastian Wells

La Rada di Augusta

In dem Fotoprojekt „La Rada di Augusta“ untersucht Sebastian Wells visuell anhand der Bucht von Augusta, wie vielschichtig die Problematik der (ausbleibenden) Auseinandersetzung mit dem Klimawandel in (post-)industriellen Gesellschaften ist. Seit den 50er Jahren gibt es in dieser Gegend Siziliens petrochemische Industrieanlagen.

Rafael Heygster

I died 22 times

Rafael Heygster beschäftigt sich in seinem Fotoprojekt „I died 22 times“ mit „Kriegen“ außerhalb realer Schlachtfelder. In Deutschland herrscht zwar seit 70 Jahren offiziell militärischer Frieden, dennoch taucht Krieg in abstrakterer Form innerhalb unserer Gesellschaft in unterschiedlichsten Formen auf.

Daniel Chatard

Niemandsland

Daniel Chatard fotografiert in seinem Langzeitprojekt „Niemandsland“ den Konflikt um die Braunkohleförderung im Rheinland. Dabei zeigt er vor allem die Auflehnung gegen die Abholzung der Wälder und die Zerstörung von umliegenden Dörfern. Zu Beginn seiner Arbeit 2017 nahm der Fotograf den Kampf um den Hambacher Forst in den Fokus.

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